Häufige Fragen
zum Thema Demenz
FAQ

Allgemeines, finanzielles & rechtliches

Allgemeines.

Probleme mit dem Gedächtnis sind nur eines von mehreren Symptomen einer Demenzerkrankung. Zu den weiteren Symptomen zählen Probleme beim Sprechen, Schwierigkeiten sich zu orientieren oder Routineaufgaben zu erledigen. Um sicher von einer Demenz sprechen zu können, ist eine fachärztliche Untersuchung notwendig.

Lesen Sie weiter zum Thema Was heißt Demenz? oder laden Sie sich unser Infoblatt herunter

Meist wird der Hausarzt/die Hausärztin aufgesucht und erstellt eine Verdachtsdiagnose. Danach werden psychologische Tests (Mini-Mental-Status Test etc.) und neurologische Untersuchen vorgenommen sowie bildgebende Verfahren (Computertomografie etc.) durchgeführt, die Klarheit schaffen sollen.

Lesen Sie weiter zum Thema Verdacht auf Demenz oder laden Sie sich unser Infoblatt herunter

Je früher man eine Demenzerkrankung diagnostiziert, desto früher kann mit medikamentöser und/oder therapeutischer Behandlung begonnen werden. Medikation und Therapie sollen dazu beitragen, den Verlauf der Erkrankung zu verlangsamen, Symptome zu lindern und ein möglichst langes Leben in Selbstständigkeit und Lebensqualität zu bewahren.

Lesen Sie weiter zum Thema Mit Demenz leben oder laden Sie sich unser Infoblatt herunter

Bevor Sie sich dafür entscheiden, Ihre Mutter/Ihren Vater aus der gewohnten Umgebung zu holen, sollten Sie sich über die Wünsche und Bedürfnisse Ihrer Mutter/Ihres Vaters und und über Ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse bewusst werden.

Die Übersiedelung in eine stationäre Pflegeeinrichtung stellt nicht die einzige Handlungsoption dar. Mobile Pflege und Betreuungsdienste oder auch der Besuch einer teilstationären Pflegeeinrichtung (Tagesbetreuung, Tageszentrum) können Abhilfe und Entlastung bieten, ohne gleich alle gewohnten Strukturen aufgeben zu müssen. Weitere soziale Dienste wie Essen auf Rädern oder Besuchsdienst können ebenfalls helfen, das Leben in den eigenen vier Wänden trotz Demenzerkrankung zu ermöglichen.

Lesen Sie mehr über Angebote der Diakonie für Betroffene, Angehörige und Interessierte

Man unterscheidet verschiedene Formen von Demenz. Ausführliche Informationen zu den unterschiedlichen Demenz-Arten finden Sie bei unseren Infoblättern.

Alzheimer-Demenz, Frontotemporale Demenz (Morbus Pick, Semantische Demenz, Progrediente nicht-flüssige Aphasie), Parkinson-Demenz (Lewy-Körperchen-Demenz), Vaskuläre Demenz (Einzelinfarkt-Demenz, Multiinfarkt-Demenz, Morbus Binswanger)

Das hängt von der Form der Erkrankung ab. Ausführliche Informationen zu den unterschiedlichen Demenz-Arten und deren Verläufe finden Sie bei unseren Infoblättern.

Finanzielle und rechtliche Fragen.

Pflegegeld ist eine zweckgebundene finanzielle Leistung des Bundes zur teilweisen Abdeckung von Kosten entstanden durch Pflegebedürftigkeit. Geregelt wird das Pflegegeld durch das Bundespflegegeldgesetz.

Pflegegeld bekommt man, wenn man regelmäßig Pflege braucht (mind. 60 Stunden im Monat, mehr als 6 Monate lang).

Je nach Pflegebedürftigkeit wird man einer von 7 Pflegestufe zugeordnet und erhält je nach Stufe eine unterschiedliche Summe an Pflegegeld. Das Pflegegeld reicht von Stufe 1 mit €157,30 pro Monat bis hin zu Pflegestufe 7 mit € 1.688,90 pro Monat.

Seit 01.01.2009 gilt eine demenzielle Erkrankung als Erschwerniszulage, in diesem Fall stehen einem Pflegebedürftigen 25 Stunden mehr Pflegebedarf pro Monat zu, was sich auf die Höhe der Pflegestufe auswirkt und somit auch indirekt auf die Höhe des Pflegegeldes.

Um Pflegegeld zu erhalten, muss ein Antrag auf Pflegegeld eingebracht werden. In diesem Antrag wird ausgefüllt, welche Tätigkeiten noch möglich sind und bei welchen man Unterstützung braucht. Der Antrag für Pflegegeld ist beim Bundessozialamt und bei den Sozialversicherungsträgern erhältlich.

Erhalten Sie bereits Betreuung und Pflege durch eine Einrichtung oder Organisation, wird diese Ihnen beim Antrag behilflich sein oder diesen in die Wege leiten. Nach dem Antrag erhalten Sie Besuch von einem zuständigen Mediziner, der die Pflegebedürftigkeit prüft und festlegt.

Erhalte ich immer gleich viel Pflegegeld?

Nein. Mit zunehmender Pflegebedürftigkeit, werden Sie einer höheren Pflegegeldstufe zugeordnet und erhalten der Pflegegeldstufe entsprechend viel Pflegegeld. Die Erhöhung des Pflegegeldes bedarf eines Antrages auf Erhöhung des Pflegegeldes und wird erneut von einem Mediziner oder einer Gesundheits- und Krankenpflegeperson geprüft.

mehr Informationen zum Pflegegeld finden Sie unter www.sozialministerium.at

[wieviel kostet eine Stunde mobile Dienst / Heim / etc. , wieviel ist Förderung - weiterverweisen auf Sozialämter der Landesregierungen, Gesundheits- und Sozialsprengel, und auf Dienstleistungen direkt]

Mit einer PatientInnenverfügung kann man bestimmte medizinische Behandlungen oder Vorgehensweisen im Voraus ablehnen. Die PatientInnenverfügung kommt dann zum Tragen, wenn Sie nicht mehr in der Lage sind, ihren eigenen Willen auszudrücken.

mehr Informationen finden Sie unter www.help.gv.at

Für volljährige Personen, die wegen einer psychischen Krankheit oder einer ähnlichen Beeinträchtigung nicht (mehr) alle Entscheidungen selbst treffen können, gibt es die Möglichkeit der Erwachsenenvertretung.

mehr Informationen finden Sie unter www.help.gv.at

Mittels einer Vorsorgevollmacht kann festgelegt werden, wer im Ernstfall Entscheidungen treffen darf oder sie als Bevollmächtige/r vertreten darf beispielsweise bei Wohnungsangelegenheiten oder medizinische Behandlungen betreffend.

mehr Informationen finden Sie unter  www.help.gv.at 

Ein Vorsorgedialog wird im Alten- oder Pflegeheim geführt, wenn es darum geht, gemeinsam mit BewohnerIn, Arzt/Ärztin, Pflegepersonal, Angehörige und Vertrauenspersonen Maßnahmen in kritischen Situationen festzuhalten (z.B. Wiederbelegung, Einweisung in Krankenhaus, Einsatz von PEG Sonden, etc.)

mehr Informationen finden Sie unter www.hospiz.at

2 Frauen im Friseursalon

Für ein gutes Leben mit Demenz!

Demenz ist ein angstbesetztes Thema. Es ist schmerzhaft wenn ein Angehöriger erkrankt. Doch Menschen mit Demenz sind mehr als ihre Krankheit. Mit der Kampagne "Für ein gutes Leben mit Demenz" setzt die Diakonie dem gesellschaftlich vorherrschenden negativen Bild von Demenz ihre Botschaft entgegen:
» Auch wenn vieles schwindet – die Fähigkeit, das Leben zu genießen; das Ich bleibt die Menschenwürde bleibt. «
mehr

Angebote
der Diakonie