Zwei Hände wühlen in einer Schüssel voll Kerne

Was 
Erleichterung bringt

Aus den Morgengedanken im ORF-Radio von Diakonie 
Direktorin Maria Katharina Moser zum Thema Demenz

Von meinem Standpunkt aus betrachtet, von dem einer Person, die mit der Diagnose Demenz lebt, wird der Bezeichnung, dem Namen und den Symptomen viel zu viel Bedeutung beigemessen, den Menschen dagegen, die die Krankheit haben, zu wenig“, schreibt der Psychologe Richard Taylor in seinem Buch "Alzheimer und ich".

Der Mensch bleibt

Demenz ist eine hirnorganische Erkrankung. Dass Demenz als Krankheit betrachtet wird, hat Vorteile für die Betroffenen: Die Diagnose gibt Veränderungen, die beängstigend sind, einen Namen – das entlastet. Betroffene haben Anspruch auf medizinische und pflegerische Versorgung. Ihre Situation wird ihnen nicht als persönliches Versagen angerechnet – sie sind ja krank.

Doch Menschen mit Demenz sind mehr als ihre Krankheit. Viel mehr. Sie haben Emotionen und Bedürfnisse. Sie haben Ängste und ringen mit den Umständen, unter denen sie leben. Sie erleben schöne Momente und genießen das Leben. Sie wollen in guten Beziehungen aufgehoben sein. Wie jeder Mensch.

„Wir alle brauchen und verdienen, uns als Menschen zu fühlen“, sagt Richard Taylor.

Wenn Menschen mit Demenz leben, schwindet vieles. Aber der Mensch bleibt. Für ein gutes Leben mit Demenz.

(Beitrag nachhören unter https://religion.orf.at/radio/stories/2971403/ )

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